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Grimaldi nächtigt in der Kabine |
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Geschrieben von Guido Schäfer
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Samstag, 21. März 2009 |
Leipzig. Die Ebbe in der Klubkasse des FC Sachsen treibt seltene und seltsame Blüten. Weil sich die Leutzscher Regionalliga-Delegation schon am Sonntag früh um 6.30 Uhr Richtung Rostock in Bewegung setzt, verbringen Routinier Heiner Backhaus, 26, und Jungfuchs Adriano Grimaldi, 17, die Nacht vorher in der Umkleidekabine! „Adriano und ich wohnen sonst in Halle im Hotel.
Da bleiben wir nach dem Training besser gleich in Leutzsch, sonst müssten wir im Morgengrauen aufstehen“, sagt Regisseur Backhaus, der auf diese ganz neue Erfahrung in seiner Karriere „sehr gerne verzichtet“ hätte. „Aber besondere Situationen erfordern eben besondere Maßnahmen.“
Für Grimaldi, im Winter aus Gütersloh geholt und zuletzt Siegtorschütze beim 1:0 in Wolfsburg, ist die Lage besonders tragisch. Der Stürmer hatte mehrere Angebote vorliegen, ließ sich schließlich vom täglich anrufenden Sachsen-Cheftrainer Dirk Heyne erweichen. Damit hat der athletische Mann aus heutiger Sicht aufs falsche, auf ein lahmes Pferd gesetzt. Nein, er mache Heyne selbstverständlich keinen Vorwurf. „Der Trainer konnte ja nicht wissen, wie sich alles entwickelt.“ Grimaldis Ehrgeiz ist trotz des zu 99,9 Prozent feststehenden Abstiegs ungebrochen. „Ich liebe Fußball, will mich verbessern, zeigen. Das kann ich hier in Leipzig.“ Heyne wird in Rostock (Sonntag, 13.30 Uhr) voraussichtlich auf die Wolfsburger Sieger-Elf bauen. Mit Grimaldi.
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